Natürliche Potenzmittel

Bereits vor Tausenden von Jahren waren es natürliche Potenzmittel pflanzlichen und tierischen Ursprungs, die nicht nur zur Behandlung von vielseitigen gesundheitlichen Beschwerden dienten, sondern auch gegen Potenzprobleme wie Erektionsst?rungen eingesetzt wurden. Im Gegensatz zu Aphrodisiaka sind natürliche Potenzmittel im Grunde keine Hilfsmittel zur Potenzsteigerung, aber dennoch werden sie von manchen ohne Heilanzeige für diesen Zweck verwendet.

Heute eignen sich natürliche Potenzmittel, von denen es auf dem Markt nur so wimmelt, für psychisch und organisch bedingte sexuelle Funktionsst?rungen. Dabei sollte man beachten, dass die angeblichen Wirkungen vielmehr auf Erfahrungen von anderen Menschen beruhen, als sie wissenschaftlich belegt sind. Einige Mittel sollen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen tats?chlich wirksam sein, z.B. der koreanische Ginseng, welcher sich auf die Libido und die Erektionsf?higkeit positiv auswirken soll. Allerdings ist die Wirkung mit einem gro?en Aber verbunden, denn eine regelm?ssige Einnahme über mehrere Monate ist vorgesehen, wenn man überhaupt erste Erfolge verbuchen m?chte. Grunds?tzlich gilt es – mit Vorsicht genie?en und keine gro?en Hoffnungen setzen.

Bei aller Vorsicht hinsichtlich der angeblichen Effekte von natürlichen Potenzmitteln kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass sie ohne irgendwelche Nebenwirkungen daherkommen. Es sei denn, dass es bei einigen natürlichen Potenzmitteln mit bestimmten Medikamenten zu Wechselwirkungen kommen oder eine überdosis negative gesundheitliche Folgen haben kann. Au?erdem k?nnen Allergiker auf bestimmte Mittel überempfindlich reagieren. Im Gro?en und Ganzen jedoch sind die Nebenwirkungen viel seltener und harmloser, als es bei synthetischen Potenzpillen der Fall ist.

Wie wirksam sind natürliche Potenzmittel?

Potenzst?rungen bzw. erektile Dysfunktionen k?nnen in verschiedenen Faktoren wie Alter, Stress oder Hormonst?rungen begründet liegen. Anders als vermutet ist Potenzschw?che hierzulande ein weit verbreitetes Problem und die Zahl der betroffenen M?nner wird auf drei bis fünf Millionen gesch?tzt. Es ist jedoch schwer zu definieren, ab wann die Diagnose ‘erektile Dysfunktion’ erstellt werden kann. Grunds?tzlich spricht man von einer Erektionsst?rung, wenn über eine Dauer von 6 Monaten in mindestens 70 Prozent der F?lle zu keiner für den Geschlechtsverkehr ausreichenden Erektion kommt. Sp?testens dann sollte ein Arzt aufgesucht werden, der feststellt, worauf die sexuelle Funktionsst?rung zurückzuführen ist und entsprechende Schritte einleitet.

Wenn keine schwerwiegenden organischen St?rungen vorliegen, lassen sich m?nnliche Potenzprobleme in der Regel durch medikament?se und natürliche Potenzmittel mehr oder weniger erfolgreich behandeln. Potenzf?rdernde Medikamente wie Viagra, die auf PDE 5-Hemmern basieren, sind zwar im Vergleich erfolgversprechender, die Einnahme aber verursacht teilweise starke Nebenwirkungen. Natürliche Potenzmittel auf der anderen Seite sind so gut wie frei von Nebenwirkungen, ihre angeblich potenzf?rdernden Eigenschaften jedoch sind nicht wissenschaftlich fundiert und eine etwaige Wirkung ist an eine dauerhafte und regelm??ige Einnahme gebunden, die zudem durch eine gesunde Lebensweise erg?nzt werden sollte.

Da viele M?nner aus Scham den Gang zum Arzt m?glichst vermeiden wollen, versuchen sie ihre Erektionsprobleme durch natürliche Mittel auf eigene Faust in den Griff zu bekommen. Hierbei ist Vorsicht geboten – viele natürliche Potenzmittel sind zwar gesundheitlich unbedenklich zu genie?en und reich an Vitaminen und N?hrstoffen, z.B Gemüse, Obst oder Gewürze, aber ein überm??iger Verzehr bestimmter Lebensmittel kann besonders bei bestimmten Menschen zu unerwünschten Begleiterscheinungen führen. Vorerkrankungen und die Einnahme von anderen Medikamenten k?nnen den Konsum bzw. die Verabreichung von bestimmten natürlichen Potenzmitteln ausschlie?en. Darüber hinaus werden vor allem im Netz Pr?parate auf Basis pflanzlicher und tierischer Stoffe in Form von Extrakten angeboten. Da diese unter die Kategorie ‘natürliche Nahrungserg?nzungsmittel’ fallen, die rezeptfrei erh?ltlich sind, werden sie von der Gesundheitsbeh?rde weder auf Vertr?glichkeit noch auf Wirksamkeit untersucht. Aus diesem Grund kann die Einnahme bestimmter Pr?parate besonders aus dem Internet gesundheitsgef?hrdend sein.

Es gibt sicher auch pflanzliche und tierische Lebensmittel, die tats?chlich zu mehr Glück im Liebesleben verhelfen k?nnen, aber man sollte sich keinen gro?en Illusionen hingeben und nicht an jedes Mittel glauben, das als potenzf?rdernd beworben wird.

Welche natürliche Potenzmittel gibt es?

Andere Kulturen andere Potenzmittel aus der Natur. W?hrend es bei den alten Chinesen Tigerhoden und Nashornpulver waren, denen potenzf?rdernde Eigenschaften zugeschrieben wurden, setzten Menschen im mittelalterlichen Europa auf Muskatnuss und Pfeffer zur Potenzsteigerung.

Heutzutage werden weltweit Milliarden mit Potenzmitteln umgesetzt, was die Herstellung von solchen Mitteln zu einem der lukrativsten Gesch?fte im Globus macht. Entsprechend ist das Angebot unüberschaubar und für den normalen Nutzer ist es praktisch reine Vermutung, welches Hilfsmittel tats?chlich nützt.

Im Folgenden schauen wir uns einige der bekanntesten natürlichen Potenzmittel an, denen potenzf?rdernde Wirkungen nachgesagt werden:

Safran:

Bei Safran handelt es sich um ein Gewürz, das auch unter dem Namen gelbe Würze und Sonnengelb bekannt ist, und sich seit Jahrtausenden besonders in der Küche als kostbarer Luxusartikel gro?er Beliebtheit erfreut. Das Gewürz verleiht den Gerichten nicht nur einen besonderen Geschmack, sondern soll bei M?nnern und Frauen zugleich die Libido st?rken. Darüber hinaus sollen die enthaltenen antioxidativen Stoffe entzündungshemmend und gewichtsreduzierend sein

Da das Gewürz aus den Safranblüten gewonnen wird, die in ?u?erst mühevoller Arbeit gepflückt werden und in gro?er Menge nur wenig Safran hergeben, z?hlt das Gewürz zu den teuersten auf dem Markt.

Horny Goat Weed:

Horny Goat Weed, das ins Deutsche übersetzt ‘geiles Ziegenkraut’ hei?t, ist eine Potenzhilfe, die in verschiedenen Sorten in natürlichen Potenzpr?paraten vorkommt. Das Kraut gilt als natürliches Aphrodisiakum und soll einen positiven Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben. Im übrigen soll es als PDE-5 Hemmer die Durchblutung f?rdern, was sich bekanntlich positiv auf die m?nnliche Erektionsf?higkeit auswirkt. Allerding soll diese Wirkung sehr gering ausfallen und lediglich einem Bruchteil dessen entsprechen, was durch einen PDE-5 Hemmer wie Viagra zu erreichen ist.

Ginseng:

Die Pflanze aus Korea kommt in vielen natürlichen Potenzpr?paraten vor und soll zus?tzlich zur St?rkung des Immunsystems auch Abhilfe gegen erektile Dysfunktionen schaffen. Wie bereits erw?hnt fu?en die angeblichen Wirkungen anders als bei der Mehrzahl von natürlichen Potenzmitteln auf wissenschaftlich durchgeführten Studien, die vor allem die potenzf?rdernden Eigenschaften unterstützen. Jedoch sind die enthaltenen Mengendosierungen von Produkt zu Produkt unterschiedlich und der zu erwartende Effekt f?llt vergleichsweise wenig aus.

L-Arginin:

L-Arginin ist eine Aminos?ure, die besonders bei Kraftsportlern wegen seiner leistungssteigernden Eigenschaften sehr beliebt ist. Die Aminos?ure kann bei gleichzeitigem Fettabbau für Muskelaufbau sorgen und zudem das Immunsystem widerstandsf?higer machen.

Was die potenzf?rdernden Eigenschaften der Aminos?ure anbelangt, gehen diese auf das in der Aminos?ure enthaltene Stickstoffmonoxid zurück, das die Muskulatur des Schwellk?rpers entspannen bzw. erweitern soll. Eine Erweiterung der Gef??e sorgt bekanntlich für bessere Erektionen, die h?rter und ausdauernder sind. Teilweise wird die Aminos?ure auch mit anderen Wirkstoffen vermengt, um die eventuelle Wirkung zu erh?hen.

Yohimbin:

Yohimibin als Potenzmittel wird aus der Rinde eines gleichnamigens Baums, das in Westafrika heimisch ist, gewonnen. Der Wirkstoff z?hlt zwar zu den am besten untersuchten Potenzmitteln, aber die Studienlage ist dennoch lückenhaft.

Die in Yohimbin enthaltenen Stoffe sollen mit einigen anderen Rezeptoren im K?rper eine Verbindung eingehen und als Folge zu einer Ausdehnung der Blutgef??e führen. Zus?tzlich soll die Substanz stressreduzierend, angstl?send sowie beruhigend wirken. Es sind diese Eigenschaften, die Yohimbin zuvor zu einem beliebten Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck und erektilen Dysfunktionen machten. Jedoch hat das Hilfsmittel durch das Erscheinen der anderen PDE-5 Hemmer wie Viagra und Co. auf der Bildfl?che seine einstweilige Bedeutung weitgehend eingebü?t.

Maca:

Hinter Maca verbirgt sich eine Wurzelknolle, die aus den peruanischen Anden stammt und in der Region als Nahrungs- sowie bew?hrtes Potenzmittel Verwendung findet. Da die Maca-Pflanze ziemlich wetterbest?ndig ist, gedeiht sie in den hohen Regionen.

In den letzten Jahren erlangte die Pflanze auch in unseren Gefilden einen hohen Bekanntheitsgrad als Nahrungserg?nzungsmittel, das eine Vielfalt an nützlichen Mineralien enth?lt. Sterine sind eine dieser Substanzen und sollen die Durchblutung im Beckengewebe anregen und folglich eine st?rkere Erektion herbeiführen.

Ginkgo:

Ginkgo ist eine in China beheimatete Baumart, aus dessen Bl?ttern der pflanzliche Extrakt gewonnen wird, der die Blutgef??e erweitern und auf diese Weise die Durchblutung in Schwung bringen soll.

W?hrend in einer in Deutschland durchgeführten klinischen Studie die Einnahme von 60 mg Ginkgo-Extrakt t?glich bei %50 der Probanden innerhalb von sechs Monaten zur Wiedererlangung der normalen Erektionsf?higkeit verholfen haben soll, sind die erektionsf?rdernden Effekte in einer anderen gro? angelegten Studie gr??tenteils ausgeblieben.

Nichtsdestotr?otz wird von den meisten Urologen eine t?gliche Dosis von 60 bis 80 mg. empfohlen, wobei die Menge bei Bedarf nach und nach unbedenklich gesteigert werden kann.

Chilis, Austern und Feigen:

Zum Leidwesen der verzweifelten M?nner, die unter Erektionsst?rungen leiden, versprechen viele natürliche Potenzmittel oft mehr, als sie halten k?nnen und ihre Wirkung ist nur auf leichte St?rungen begrenzt, die ohnehin durch eine leichte Umstellung der Lebensgewohnheiten zu beheben w?ren. Chilis, Austern sowie Feigen z?hlen zu den harmlosen Empfehlungen, denen lustf?rdernde Eigenschaften zugeschrieben werden. Sie sollen n?mlich viele wichtige Vitamine, N?hr- sowie Vitalstoffe enthalten. Einige Wirkstoffe unter ihnen, z.B. Chilis, sollen zudem die Durchblutung auf den Vordermann bringen.

Zwar fehlen bezüglich der Potenz wieder einmal fundierte wissenschaftliche Studien, aber wer diese Lebensmittel als fester Bestandteil des Ern?hrungsplans regelm??ig verzehrt, tut seiner Gesundheit viel Gutes. Versorgt man die N?hrstoffspeicher reichlich, fühlt sich der K?rper frischer, kr?ftiger sowie widerstandsf?higer, was sich dann sehr positiv auf die sexuelle Lust auswirkt.

Was sollte man beim Kauf von natürlichen Potenzmitteln beachten?

Auch wenn das Bestellen von Potenzmitteln übers Internet bestimmte Vorteile mit sich bringt, birgt es gleichzeitig viele Risiken, vor welchen man sich in Acht nehmen sollte. Generell sollte man von Potenzmitteln von dubiosen Anbietern Abstand nehmen, denn die angebotenen Produkte sind oft nicht nur wirkungslos, sondern k?nnen zudem die Gesundheit ernsthaft gef?hrden. Da hilft es, den Warnungen der Verbraucherschützer Geh?r schenken, die auf die unberechenbaren Risiken aufmerksam machen bzw. über unvollst?ndige, gar fehlende Wirkstoffe ebenso wie gesundheitlich sch?digende Substanzen aufkl?ren.

Als prominentestes Beispiel gilt die sogenannte spanische Fliege, die einen Giftstoff namens Cantharidin enth?lt. Die Einnahme empfiehlt sich nur für winzige Menge, andernfalls kann es zu Lebervergiftung, Dauererektionen oder ernsthaften Nierensch?den kommen. Hinzu kommt, dass Online-Angebote gr??tenteils F?lschungen der eigentlichen Produkte und für den Otto Normalverbraucher schwer als solche erkennbar sind.

So sehr Neben- und Wechselwirkungen durch natürliche Potenzmittel in der Regel ausgeschlossen sind, kann es doch unter Umst?nden besonders bedingt durch Vorerkrankungen, Allergien oder die Einnahme anderer Medikamente zu unerwünschten k?rperlichen Reaktionen kommen. Sogar die Bezeichnung ‘rein natürliche Inhaltsstoffe’ bietet keine Gew?hr für die Vertr?glichkeit.

Tipps zur natürlichen Steigerung der Potenz bzw. Erektion

Natürliche Potenzmittel wirken gewi? keine Wunder und ihre Wirkung beruht vorwiegend auf dem Placebo-Effekt, aber dennoch tragen sie mehr oder weniger ihren Senf zu einem besseren Sexualleben bei, vorusgesetzt, dass die Einnahme durch eine entsprechende Lebensumstellung unterstützt wird. In diesem Sinne gibt es folgende Ma?nahmen, welche für das Glück im Bett nicht unwichtig sind:

  • Rauchen beeinflusst die Durchblutung ?u?erst negativ und man sollte deswegen auf jeden Fall von nikotinhaltigen Produkten Abstand halten.
  • Alkohol darf man eigentlich in Ma?en trinken, aber ein überm??iger Alkoholkonsum hat ebenfalls wie Nikotin einen negativen Einfluss auf die sexuelle Leistungsf?higkeit.Ein Ern?hrungsplan, der reich an Vitaminen und N?hrstoffen ist, hilft der Manneskraft auf die Sprünge.
  • K?rperliche übungen wie Sport oder Krafttraining helfen, die Erektionsf?higkeit zu verbessern. Durch Bewegung wird die Bildung von Testosteron begünstigt, was sich in st?rkeren Erektionen zeigt.
  • Stress ist eigentlich einer der Hauptgründe für erektile Dysfunktionen. Sorgen wie Leistungsdruck oder seelische Belastungen k?nnen echte Lustkiller sein und sollten unbedingt vermieden werden.
  • übergewicht kann den Testosteronspiegel negativ beeinflussen und daher das hormonelle Gleichgewicht st?ren. Au?erdem kann durch überschüssiges Fett zur Verengung der Blutgef??e kommen. Aus diesem Grund lohnt es sich für ein glückliches Liebesleben, auf seine Figur zu achten.

Fazit Wieviel Wahrheit steckt hinter den angeblich potenzsteigernden Wirkungen von natürlichen Mitteln?

Wie man bei Potenzproblemen vorgehen m?chte, ist freilich eigene Entscheidung. Solange man auf natürliche Mittel pflanzlichen und tierischen Ursprungs setzt, ist die Gefahr von unerwünschten Begleiterscheinungen verschwindend gering, jedoch auch die Aussichten auf Erfolg. Gef?hrlich für die Gesundheit k?nnte es werden, wenn diese angeblich natürliche Hilfsmittel mit chemikalischen Substanzen angereichert sind. Nicht umsonst werden synthetische Potenzmittel wie Viagra und Co. vor der Markteinführung jahrelang strengen Tests unterzogen und sind nur auf Rezept erh?ltlich.

Bei Erektionsst?rungen jeden Ausma?es ist es zwingend notwendig, die Hilfe eines Arztes in Anspruch zu nehmen, der die richtige Diagnose erstellen und dem Patienten an das Krankheitsbild angepasste Behandlungsm?glichkeiten vorlegen kann. Da Erektionsprobleme in der Regel Vorbote von Herzinfarkt und Schlaganfall sind, werden diese frühzeitig vom Arzt erkannt und notwendige Ma?nahmen vorbeugend eingeleitet.

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